Der Anfang 1991
 

Frühjahr 1991: Es hätte einer der gemütlichen Abende in der „EICHE“ werden können. Der Wirt war gut drauf und grinste breit. Plötzlich spürte ich eine Hand auf meiner Schulter und warme, alkoholgeschwängerte Atemluft. Hätte ich nicht instinktiv die Atmung verweigert, wäre ich wohl schon zu diesem Zeitpunkt mit 2,8 o/oo vom Hocker gesunken. Jochen lachte: „Pass auf, gleich fragt er auch dich, ob du in irgendeinem verrückten Verein mitmachen willst!“ Der Wirt lag richtig mit seiner Vermutung. Ich verneinte höflich. Der Abend nahm seinen gewöhnlichen Verlauf. Später wurde ich nie das Gefühl los, shangheit worden zu sein.

Jedenfalls muß ich zwischen dem 15. und 20.  Bier genickt haben. Ich vernahm noch einen „Glückwunsch“ zur Mitgliedschaft. Noch in der Taxe beschlich mich die Erkenntnis, eine folgenschwere Entscheidung getroffen zu haben. 

Dann nahte der 1. April 1991 und damit die erste Gründungsversammlung des VFDS! Diesen Abend werde ich nicht vergessen. Es war eine Mischung aus Vorträgen und Klönen. Ich habe an diesem Abend viel gelernt, beispielsweise, dass Steinbeck schon immer das Zentrum der christlichen Seefahrt war, was nebenstehendes Foto beweist. Peter S. war als Visionär unübertrefflich. Daher sollen seine Gedanken aus dem ersten Vortrag auch hier auszugsweise wiedergegeben werden.

 

Zusammenfassung der Gedanken, Planung und Ziele des VFDS

Wir plädieren dafür, den Ausbau des Steinbaches zu einer Wasserstraße, einem Verkehrsweg, der ökologisch vorbildlich ist für die gesamte Bundesrepublik Deutschland. Des weiteren soll jeder Bürger die Möglichkeit haben, den Steinbach zu nutzen und er kann nach Realisierung der etwas komplexen Baustufen 1 - VI auf Antrag über den Verein unter Zugrundelegung einer Selbstkostenplanungsausgleichsabgabe einen Grachtenanschluss herstellen. Jeder Bürger hat dann die Möglichkeit, über den VFDS geprüfte Gondeln gegen Schutzgebühr zu bekommen und - die Zeit war noch nicht ausreichend - aber ich glaube Gunther H. (Anm. d. Red.: der Klabautermann) ist unter uns: Es wird sicherlich möglich sein, dass "De Steenbeeker" dann auch einen Kursus abhalten über plattdeutsche Gondolierelieder, um das Ganze etwas volksnah und nicht so italienisch darzustellen.

Des Weiteren ist in der Nähe des noch in Planung steckengebliebenen Bürgerparks eine größere Anlegestelle geplant. Es wird die Anlegestelle gebaut, um von der Straße auf das Schiff zu kommen, das
so genannte Umsteigeterminal - das integrierte Umsteigen:  Man fährt rein und man ist auf dem Schiff, ganz einfach.

Im Bereich des Stadtparks soll dann auch nach bereits mit der "Ägyptischen Assuanstaudamm-
gesellschaft“ getroffenen Vereinbarung eine kleine Kopie des Nilstaudamms gebaut werden, dieses mit integriertem Schiffshebewerk.

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